Die Vasektomie stellt eine der sichersten Methoden zur Schwangerschaftsverhütung für den Mann dar.

In meiner Ordination führe ich Vasektomien nach der sogenannten Non-Skalpell-Vasektomie Methode durch. Da auf den Einsatz eines Skalpells verzichtet wird, erweist sich diese Methode als besonders schonend wodurch Komplikationen um ein 10-Faches verringert werden als bei der herkömmlichen Sterilisation mit Skalpell. Komplikationen wie Infektionsrisiko, Wundheilungsstörung, sowie postoperative Schmerzen und Beschwerden, Hämatome, Hodenverletzungen und Blutungen werden somit reduziert.

Bei der Non-Scalpell-Vasektomie wird lediglich mittels Nadel ein feiner Einstich gesetzt, die Haut an dieser Stelle etwas aufgedehnt und die Samenleiter freigelegt. Anschließend werden die Samenleiter durchtrennt und es wird ein ca. 1-3 cm langes Stück entnommen, wodurch der Transportweg der Spermien unterbunden wird. Die Schnittstellen werden verödet und beide Enden der Samenleiter in unterschiedlichen Gewebeschichten des Hodensackes versenkt. Bei der Non-Skalpell-Vasektomie wächst die Haut an der Einstichstelle automatisch ohne Hinzunahme von Fadenmaterial von selbst zusammen. Durch Anlegen eines sterilen Verbandes wird die Vasektomie beendet.

Insgesamt dauert der Eingriff zwischen 10 und 20 Minuten und wird unter Lokalanästhesie vorgenommen. Der Eingriff kann auch falls gewünscht Samstagvormittag vorgenommen werden, um Patienten die Gelegenheit einzuräumen, sich übers Wochenende vollständig zu erholen.

Die erste Kontrolle erfolgt etwa 6 Wochen nach dem Eingriff, wobei das Spermiogramm der Kontrollsamenmenge kontrolliert wird. Falls in zwei Kontrollproben keine Spermien mehr nachweisbar sind, war die Sterilisation erfolgreich.

Sexualleben nach einer Vasektomie

Eine Vasektomie beeinflusst weder die sexuelle Lust noch das Lustempfinden. Ebenfalls werden die Erektiosfähigkeit, die Hormonproduktion oder die Ejakulatmenge nicht beeinflusst. Lediglich werden die Spermien in den Hoden sowie Nebenhoden abgebaut.

Erfolgsrate einer Vasektomie

Die Erfolgsrate einer Vasektomie liegt bei 99,6 %. In 0,4 % der durchgeführten Vasektomien kommt es zu einer Wiedervereinigung der Samenleiter. Hier befinden sich trotz Vasektomie weiterhin Spermien in der Samenflüssigkeit.

Komplikationen und Risiken

Allgemein zählt die Vasektomie zu den sehr risiko- und komplikationsarmen Eingriffen. Mithilfe der Non-Scalpell-Methode wird das ohnehin geringe Risiko nochmals um ein 10-Faches reduziert.
Da Komplikation und Risiken jedoch nicht ganz ausgeschlossen werden können, werden Ihnen diese bei Ihrem Informationsgespräch zur Vasektomie genau erläutert.
Zu den gängigsten Komplikationen zählen:

  • Blutergüsse
  • Schwellungen des Hodensackes
  • Wundinfektion

Zu beachten: Sollten Anzeichen einer Komplikation wie z. B. Fieber, Blut beim Wasserlassen, Verfärbungen oder Rötungen auftreten, wenden Sie sich bitte sofort an Ihren Urologen!